Julius Lorscheider studierte Cembalo, Basso continuo, Clavichord, Orgel und Improvisation bei Bob van Asperen, Menno van Delft, Kris Verhelst und Pieter van Dijk in Amsterdam, bei Jean-Marc Aymes, Yves Rechsteiner und Dirk Börner in Lyon sowie bei Jörg-Andreas Bötticher und Andrea Marcon an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er sein Masterstudium summa cum laude abschloss. Julius ist Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs 2025. Seit 2026 unterrichtet er Cembalo, Generalbass und Kammermusik an der Musikhochschule Lübeck.
Er ist Cembalist des Ensembles Luceram unter der Leitung der französischen Violinistin Hélène Schmitt, mit der er 2022 eine CD mit Violinkonzerten von J. S. Bach aufnahm. Von 2020 bis 2023 war er Mitglied des Ensembles „musica getutscht“ und trat mit Künstlern wie Emma Kirkby, Marc Mauillon und Hana Blažíková auf. Mit dem Barockorchester „formosa baroque“ unter der Leitung von Ryo Terakado trat er in den wichtigsten Konzertsälen Taiwans auf.
Als gefragter Kammermusiker und Continuo-Spieler mit Ensembles wie dem Dresdner Kammerchor, der Lautten Compagney Berlin, dem Ensemble Art d’Echo, Weser-Renaissance oder dem belgischen Ensemble Musica Gloria trat er unter anderem beim Arp-Schnitger-Festival in Göteborg, beim Festival de Musique Baroque de Froville, bei den Ansbacher Bachwochen, bei Musica Sacra Maastricht, bei den Thüringer Bachwochen oder in der Elbphilharmonie in Hamburg. Julius erhielt Einladungen zu Solokonzerten unter anderem beim Grachtenfestival Amsterdam, bei den Tagen Alter Musik Schwerin und bei den Aschaffenburger Bachtagen.
Sein Ensemble „Exclamatio Consort“ vereint junge Musiker auf der gemeinsamen Suche nach dem emotionalen Ausdruck der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts suchen. Das Ensemble wurde zum Festival de Musique Sacrée de Nice, zum Festival May Be Bach (Lyon) und zu den Telemann-Festtagen Magdeburg eingeladen.
Von 2020 bis 2023 studierte Julius Philosophie und Soziologie an der Universität Basel.

